Bei unserem flexiblen Stromtarif habe ich mich am 1. Mai über einen negativen Strompreis gefreut. So habe ich beim Aufladen des E-Autos Geld verdient. Der Strompreis lag bei ca. – 45 Cent. Erklärbar durch sonniges Wetter, Wind und wenig Energiebedarf.
Nun aber wunderte mich der hohe Strompreis an den Abenden um den 20. Juni, bis zu 90 Cent pro Kilowattstunde. Die Erklärung hat mir ein RND- Artikel geliefert
Die erneuerbaren Energie sind stark gewachsen, das bedeutet bei Sonne und Wind viel Energie.
Jetzt aber war es unter der „Hitzeglocke“ extrem warm, aber auch kaum Wind. So kam tagsüber viel Energie auf den Markt, abends nach Sonnenuntergang fehlte der Wind für grünen Strom. Und dann mussten in den Abendstunden die teuren Gaskraftwerk einspringen, extra angefahren werden, was sehr kostenintensiv sein soll. Verschärfend kommt hinzu, dass Atomkraftwerke, aber auch herkömmliche Kraftwerke heruntergefahren werden mussten, weil die zur Kühlung genutzten Flüsse zu warm wurden.
Um die überschüssige Energie am Tag abzufangen und bei Bedarf zu günstigen Preisen wieder dem Strommarkt zuzuführen, bedarf besserer flexibel zu steuernde Netze und Stromspeicher.
Das kann im privaten Bereich gut umgesetzt werden. Aber in erster Linie müssen vermehrt Großspeicher erbaut werden. Das würde den Strompreis im Mittel reduzieren.
Im Übrigen hat Norddeutschland mehr Strom produziert als benötigt und damit mehr Strom exportiert als importiert.
Ein Zusammenschluss der norddeutschen Länder mit Dänemark soll gemäß EU eine Stromregion bilden, die über 90 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Energien erreichen. Dadurch darf dort dann aus dem Stromnetz heraus Wasserstoff produziert werden.
Nochmals betont: Der Klimawandel sorgt für diese Extrem-Wetterphasen. Die Menschen leiden z.Zt. unter der Hitze extrem, gerade ältere Menschen, Kranke und Kinder sind gefährdet. Mittlerweile sind die Auswirkungen so groß, dass wir nicht nur extrem an der Ursache, dem CO² – Ausstoß, arbeiten müssen.
Es ist auch viel Geld in die Hand zu nehmen, um uns selbst gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Hitzeschutz im Haus durch Klimaanlagen, städtebauliche Maßnahmen u.v.a. Auch der Hochwasserschutz muss mitgedacht werden.
Heute sagte zu mir jemand, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels nicht so extrem erwartet hätte. Ich schon – sagte ich – und es wird sich noch weiter so entwickeln. Lange noch nicht zum Guten wenden.


